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Sep 24, 2019 - Zoltán Kovács

Harte Arbeit zahlt sich aus: So trotzt Ungarns Wirtschaft der globalen Konjunkturverlangsamung

Trotz der Befürchtungen einer bevorstehenden globalen Verlangsamung macht die ungarische Wirtschaft stark weiter.

Während die ersten Zeichen einer weltweiten Wirtschaftsverlangsamung bereits spürbar sind, sagte Finanzminister Mihály Varga kürzlich, zeige die ungarische Wirtschaft keine Anzeichen einer Rezession. Die Politik der ungarischen Regierung gehe nach wie vor wirksam vor, um die Wirtschaft des Landes zu stärken, und daher können wir – trotz des globalen Gegenwinds – weiteres Wachstum erwarten, fügte er hinzu.

Aber man muss Minister Varga ja nicht jedes Wort gleich glauben! Vor einigen Wochen bestätigte FitchUngarns BBB-Rating, das zwei Stufen über der Investment-Grade-Schwelle liegt, und auch die Aussichten sind stabil.

In der ersten Hälfte des Jahres 2019 verzeichnete Ungarn ein BIP-Wachstum von 5,1 Prozent, von dem 2,4 Prozent auf inländische Faktoren entfielen. Dies zeigt, dass die ungarischen Wirtschaftsakteure jetzt mehr Reserven haben als in den Jahren vor den Orbán-Regierungen. Die Verschuldung der Bevölkerung und der Unternehmen ist weiterhin gering. Das ungarische Bankensystem ist und bleibt widerstandsfähig gegen Schocks, und die ungarische Staatsverschuldung ist deutlich unter 70 Prozent des BIP auf ein Elfjahrestief gesunken.

Dank des beispiellosen Wirtschaftsbooms und einer BIP-Wachstumsrate, die dreimal höher als der EU-Durchschnitt ist, hat sich Ungarn in Europa einen Platz unter den Volkswirtschaften mit der besten Leistung erobert. Seit 2010 sind die Nettolöhne kumuliert um 85 Prozent gestiegen, und der Bruttolohnanstieg zwischen 2010 und 2018 war der größte unter den V4-Ländern. Außerdem hat Ungarn nicht nur den EU-Durchschnitt übertroffen, sondern ganz klar auch die Leistungen der Nachbarländer überragt.

Die wirtschaftliche Leistung und die steigenden Gehälter bilden den Hintergrund für ein wachsendes staatliches Programm zur Unterstützung der Familien. Die Staatssekretärin für Jugend und Familie Katalin Novák konnte bestärken, dass der Aktionsplan zum Schutz der Familie erste Früchte getragen hat: Die Zahl der Ehen und die Geburtenrate sind in den letzten neun Jahren Hand in Hand um 42 bzw. um 21 Prozent gestiegen. Wir müssen ein Land aufbauen, in dem sich die Menschen sicher fühlen, sagte Finanzminister Varga kürzlich auf dem III. Demografischen Gipfel in Budapest, wo Arbeit zu mehr Wohlbefinden führt und wo es gute Betreuung für Kinder und Familien gibt.

Neben den Ungarn profitieren auch die Anleger von der guten Konjunktur: Das Investitionsvolumen stieg im zweiten Quartal dieses Jahres um jährlich 18,8 Prozent. Dies bedeutet, dass Ungarn in diesem Zeitraum in absoluten Zahlen Investitionen in Höhe von 2,4 Billionen HUF (7,28 Mrd. EUR) begrüßen konnte.