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Jun 23, 2016

Fußball-EM 2016: Ungarn spielt gegen Belgien um den Einzug ins Viertelfinale

Die lockeren Jogginghosen von Gábor Király wurden zum Überraschungshit unter ungarischen Fußballfans.

Letzte Nacht drängten sich tausende ungarische Fußballfans auf dem Freiheitsplatz in der Budapester Innenstadt, um ihr aufregendes 3:3-Unentschieden gegen Portugal und den sicheren Platz unter den besten 16 zu feiern.

Es wurde als das beste Spiel bisher bei der Fußball-EM 2016 bezeichnet, und die Fans bereiten sich bereits darauf vor, wieder zu feiern, wenn Ungarn am Sonntag gegen Belgien um den Einzug ins Viertelfinale spielt.

Bei der ersten Teilnahme an einem großen Turnier seit 44 Jahren hat Ungarn viele beeindruckt, als es an der Spitze der Gruppe F landete und nun am Sonntag in der Favoritenrolle gegen Belgien antreten wird.

Die ungarische Mannschaft hat letzte Nacht extrem gut gespielt, als sie auf höchstem Niveau des internationalen Fußballs agierte.

Ein Überraschungseffekt des Spiels letzte Nacht ist, dass die Ungarn nun verrückt nach den grauen Jogginghosen des ungarischen Nationaltorhüters Gábor Király verrückt sind.

Király, mit 40 der älteste Spieler in der Geschichte des Turniers, in nun der ganze Stolz des Landes, das im ersten großen Turnier seit der Weltmeisterschaft 1986 die Gruppe der besten 16 erreichte.

Schulkinder, Schauspieler und Fernsehmoderatoren haben sich alle Király-Hosen angezogen, während auf Facebook eine spezielle Gruppe mit dem Namen „Geh in Jogginghosen zur Arbeit“ erstellt wurde, um die Mannschaft vor dem letzten Gruppenspiel gegen Portugal zu unterstützen.

Mitarbeiter von Filialen einer britischen Supermarkt-Kette in Budapest tragen sie schon, und andere Läden wollen mitziehen. Das Personal der britischen Botschaft in der Hauptstadt macht ebenfalls mit.

Király begann seine weiten Hosen während einer Reihe von Spielen im harten Winter des Jahres 1996 zu tragen.

„Ich bin kein Topmodel, meine Aufgabe ist die Verteidigung, das ist eine körperliche und psychische Sache. Ohne sie fühle ich mich unbequem“, sagte er der AFP in einem Interview vor der EM 2016.